TEREZÍN (THERESIENSTADT)

Die Stadt Theresienstadt ist vor allem wegen der Festung bekannt, die in der Nähe des Zusammenflusses von Elbe und Ohře (Eger) unter der Herrschaft des Kaisers Joseph II. entstand. Zu Ehren der Mutter des Kaisers Maria Theresia erhielt die Festung den Namen Theresienstadt.

TEREZÍN (THERESIENSTADT)

Die Festungsstadt befindet sich in der Nähe von Litoměřice und heute ist sie ein touristisch sehr besuchter Ort. Durch die Geschichte können Sie so dank einer Reihe von hiesigen Ausstellungen gehen.

 

Die Festung Theresienstadt wurde im Jahre 1780 von Kaiser Joseph II. gegründet, um die Grenzen von Böhmen gegen Angriffe aus dem Norden zu verteidigen. Es ist der Höhepunkt des europäischen bastionischen Festungshochbaues. Neben der Kränzung von mächtigen Wällen und tiefen Gräben ist sie auch mit einem einzigartigen und bis heute funktionsfähigen Wassersystem ausgestattet, das es ermöglichte, die Gräben auch in der Umgebung der Festung zu überfluten, und mit einigen Dutzendkilometern von unterirdischen Gängen. Mit dem Maß ihrer Erhaltung stellt sie ein einzigartiges Kulturdenkmal dar, das auf der Warteliste der UNESCO-Wartelisten eingetragen ist.

 

Neben der Funktion der Festung diente Theresienstadt auch als Gefängnis (Kleine Festung). Hier wurden u.a. 500 Soldaten der Rumburger Besatzung inhaftiert – Teilnehmer der größten militärischen Revolte in den böhmischen Ländern. In Theresienstadt starb im Jahre 1918 Gavrilo Princip, der Hauptakteur des Attentats von Sarajevo, dessen Tat ein Vorwand war, um die Hölle des Ersten Weltkriegs zu entzünden.

 

Nach der Besetzung des Restes der böhmischen Länder durch Hitlers Deutschland nutzten die Nazis das Festungssystem zur Errichtung eines Polizeigefängnisses der Prager Gestapo, in das, Patrioten, Mitglieder von Widerstandsgruppen und andere, das Regime unbequeme Personen aus dem damaligen Protektorat und anderen Ländern geschickt wurden. Die Mauer der Kleinen Festung erkannte etwa 32.000 Gefangene.

 

Hinrichtungen, Hunger, unmenschliche Behandlung und am Ende des Krieges die Epidemie des gefleckten Typhus kostete 2.600 Gefangene das Leben. Das Leid derer, die die Hölle von Theresienstadt überlebten, endete jedoch oft nicht. Das Gefängnis in Theresienstadt war für sie eine Übergangsstation vor der Inhaftierung in weiteren Gefängnissen, Zuchthäusern und Konzentrationslagern in den von den Nazis kontrollierten Gebieten.

 

Die Gewalt verbirgt sich jedoch nicht nur hinter den Mauern der Kleinen Festung. Ab November 1941 wurde die Stadt Theresienstadt selbst zu einem Ghetto – zu einem Sammel- und Durchgangslager, in dem Angehörige der jüdischen Ethnie konzentriert waren. Von dort fuhren die Menschen in Tausenden von Menschen in Transporten auf ihren letzten Weg in die Vernichtungslager. Bis zum Kriegsende wurden mehr als 150 000 Menschen nach Theresienstadt gebracht. Hunger, Epidemien, Epidemien

Die Gewalt verbirgt sich jedoch nicht nur hinter den Mauern der Kleinen Festung. Ab November 1941 wurde die Stadt Theresienstadt selbst zu einem Ghetto – zu einem Sammel- und Durchgangslager, in dem Angehörige der jüdischen Ethnie konzentriert waren. Von dort fuhren die Menschen in Tausenden in Transporten auf ihren letzten Weg in die Vernichtungslager. Bis zum Kriegsende wurden mehr als 150 000 Menschen nach Theresienstadt gebracht. Hunger, Epidemien und notleidende Bedingungen haben direkt in Theresienstadt 35.000 Häftlinge ums Leben gebracht.

 

Der jüdische Friedhof mit dem Krematorium gibt ein wichtiges Zeugnis von menschlichem Hass und der Vernichtung derer, die nach der pervertierten Nazi-Ideologie minderwertig geworden sind. Auf dem Weg nach Theresienstadt ist auch das Ghetto Museum einen Besuch wert. Es handelt sich um die erste Dauerausstellung über die Geschichte des Ghettos Theresienstadt.

 

Mit der Geschichte der Festung können Sie sich in Retranchemenent 5 näher bekannt machen, wo sich auch der Parkplatz mit dem Informationszentrum befindet und von wo aus man auch bei Besichtigungen der Befestigungsanlage und der unterirdischen Gänge ausgeht. Das heute renovierte Kavalir 2 bietet Ihnen die Möglichkeit, das 18. Jahrhundert am eigenen Leib zu erleben. Zu sehen sind hier prunkvolle Offizierssalons und einfache Soldatenunterbringung, ein Militärhof mit lebenden Tieren und das einzigartige Museum La Grace mit echtem Unterdeck. In die Zeit unserer Urgroßmütter und Urgroßgroßvater können Sie sich im einzigartigen Museum Franz Josephs I., das sich in den Artilleriekasernen befindet übertragen und wo mehr als 2 000 Juwelen aus der Zeit des Kaisers Franz Josephs I. zu sehen gibt.

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