MUSEUM THERESIENSTADT – FESTUNGSSTADT UND BESICHTIGUNGEN DER UNTERIRDISCHEN GÄNGE

Die Festung Theresienstadt wurde 1780 von Kaiser Joseph II. gegründet, um die Grenzen Böhmens gegen Angriffe aus dem Norden zu verteidigen. Es ist der Höhepunkt des europäischen bastionischen Festungshochbaues.

MUSEUM THERESIENSTADT – FESTUNGSSTADT UND BESICHTIGUNGEN DER UNTERIRDISCHEN GÄNGE

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MUSEUM THERESIENSTADT – FESTUNGSSTADT UND BESICHTIGUNGEN DER UNTERIRDISCHEN GÄNGE

MUSEUM THERESIENSTADT UND BESUCHERZENTRUM RETRACHEMENT 5

 

Die Geschichte der Festung können Sie in Retranchement 5 näher kennenlernen, wo sich der Parkplatz und das Informationszentrum befinden und von wo aus sie auch bei Besichtigungen der Befestigungsanlagen und unterirdischen Gänge nehmen werden. In diesem Besucherzentrum sind auch mehrere Expositionen über die Entstehung und die Funktion der Festung Therezín zu sehen. Während der spannenden Besichtigung erfahren Sie eine Reihe von interessanten Informationen und sie lernen Theresienstadt ein wenig anders kennen. Eine touristische Attraktion ist dann die Besichtigung der unterirdischen Gänge mit einer Laterne.

 

Retranchement 5 ist die letzte Verteidigungslinie der Festung Theresienstadt, da sie die Kehle der Bastion 5 schließt. Sollte es geschehen, dass der Feind nach vielen Wochen erbitterter Kämpfe das Bastion eroberte, so würde ihm nur noch dieser Retranchement im Wege stehen. Aus dem Wall seines grünen Daches konnten deshalb die Verteidiger schießen und das Erdgeschoss ist mit Artillerie- und Infanteriegeschossen ausgestattet. Andere Kasematten im Erdgeschoss dienten den Soldaten als sicheres Versteck während der Belagerung. Außerdem funktionierte hier über Jahrhunderte der sog. Festungsbauhof. Heute würden wir vielleicht technische Dienstleistungen für die ganze Festung nennen. Es gab hier eine Schmiede- und Steinerei-, Zimmerei- und Tischlereiwerkstatt und auf dem Außengelände des heutigen Parkplatzes eine Kalkgrube und Schuppen zur Lagerung von Baumaterial. Hier fanden Wartungsarbeiten und kleinere Reparaturen der Befestigungsanlagen statt.

 

Heute befindet sich hier das überhaupt erste Museum Theresienstadt, das sich mit der Geschichte der Stadt und der Festung von der Gründung bis zur Zeit der Ersten Republik beschäftigt. Hier erfahren Sie, warum und wie die Festung entstand und wie sie gebaut wurde. Wie man in ihr lebte und wie sie im 20. Jahrhundert abgerissen wurde, also eigentlich im Falle von Theresienstadt nicht abgerissen wurde. Die sieben Säle führen Sie durch Jahrhunderte und einzelne Themen. Sie werden das Modell der Eroberung der Festung sehen, und auch das riesige Modell von Theresienstadt als solches. Werden Sie sich die militärische Ausrüstung und die Ausrüstung aus der Zeit von Maria Theresia bis zu T. G. G. G. Masaryka ansehen. Sie erfahren, wie viele Pubs in der Stadt gab es und wie viele Bordelle und viele andere Attraktionen. Von hier aus begibt man sich mit einem Führer zu Besichtigungen der hiesigen einzigartigen Festung und der unterirdischen Gänge. Ein wesentlicher Bestandteil des Retranchements 5 ist das Informationszentrum Theresienstadt. Geöffnet ist hier jeden Tag von 9 bis 17 Uh

 

FESTUNG THERESIENSTADT UND BEFESTIGUNGEN

Einer der Weltunikate von Theresienstadt ist gerade seine Befestigung, die als eine von wenigen bis heute erhalten geblieben ist, und zwar fast in unbeschädigtem Zustand. Im Gegensatz zu anderen Festungen Theresienstadt stellt sie die absolute Spitze und spitze der Bastionsbefestigung dar, die über Jahrhunderte bis zur Vollkommenheit ausgewertet wurde.

 

Die Festung Theresienstadt besteht im Wesentlichen aus drei Teilen und drei miteinander verbundenen Verteidigungssystemen. Südwestlich von der Elbebiege, wo sie sich von Süden nach Westen nach Litoměřice abdreht, liegt sie hinter dem alten Fluss Eger Die Kleine Festung oder Fort. Westlich von ihr liegen zwischen dem neuen und dem alten Egerbett samt oberem und unterem Retranchement – im Wesentlichen befestigte Wiesen. Noch weiter westlich hinter der Schleusenbrücke über die neue Eger erstreckt sich die Hauptfestung – der wichtigste Teil der Befestigung.

Die Verteidigung besteht aus drei Verschiedenen Systemen. Die erste und sichtbarste Zone ist die Zone von Orten bis zu dreifach sich gegenseitig deckenden Erdwällen. Diese bewegen sich von einem überdachten, mit Luneten ergänzten Weg über einen Nebengraben zu Kontragarden und Ravelinen mit Reduten. Hinter ihnen breitet sich erst der Hauptgraben aus, dann erst die Kurtine, die mit Zangen bedeckt ist, und der Kranz von acht Bastionen, von denen die meisten zusätzlich mit Retranchements und Kavalieren ausgestattet sind. Das ist die letzte Verteidigungslinie.

Die gesamte Südseite von Theresienstadt von Bastion 3 bis zur Kleinen Festung wird von einem Überschwemmungsbecken bedeckt und die zweite seite von der Haupt- und Kleinfestung von Norden bis fast zur Elbe. Diese konnten je nach Bedarf überschwemmt werden und der einzige Zugang blieb nur vom Westen und vom Osten gegen die Kleine Festung zurück. Gleichzeitig ermöglichte das Wassermanöver das absichtliche Überfluten der Gräben mit einer bis zu 3 Meter hohen Zerstörungswelle, die jeden Angreifer vernichten würde. Das letzte Verteidigungssystem sind die Minengänge, die in den einzelnen Elementen, unter dem überdachten Pfad und insbesondere unter dem Glazis der Festung dort verlaufen, wo es nicht möglich war, den Raum zu überfluten.

Darüber hinaus wird unter dem dreifachen Gürtel von Verteidigungssystemen das Gewirr von zehntausenden Kilometern unterirdischen Gängen gekrümmt. All das und noch viel mehr können Sie während der Tour sehen. Als Verteidiger vor Jahrhunderten durchqueren Sie die gesamte Befestigungsanlage bis tief in die komplexen unterirdischen Gänge, wo Sie im Licht der Laternen ihre Geheimnisse erkunden können.

 

Geöffnet: Montag–Sonntag 9.00–17.00 Uhr

 

Nähere Informationen werden Ihnen dann gerne im Informationszentrum mitgeteilt.

 

KAVALIR 2

Kavalir ist Teil der inneren Verteidigungslinie der Festung. Es befindet sich im Inneren der Bastion 2, um die Verteidigungsfähigkeit der Südseite von Theresienstadt zu erhöhen. Wenn der Feind die Bastion erobern würde, würde ihm gerade dieser sogenannte Kavalier im Wege stehen. Sein erster Stock würde sich dann in eine Artilleriefestung verwandeln, die Feuer und Zerstörung in einen Angreifer spuckt. Deshalb ist er höher als die umliegende Befestigungsanlage und auf seinen grünen Dächern gibt es gleich mehrere Stellungen für Geschütze, die von hier aus einen weiten Ausblick hatten.

Außerdem war Kavalir 2 einer der wichtigsten Teile der Festung. Im Erdgeschoss, bedeckt mit einem mächtigen Wall von grünen Dächern und der umliegenden Befestigung, wurden Festungsbäckereien untergebracht. Bis heute sind sie leider nicht erhalten geblieben, aber in alten Zeiten konnte hier fast 75 Tonnen Brot pro Tag gebacken werden.

Heute können Sie im Kavalier ein Stück des 18. Jahrhunderts am eigenen Leib erleben. In den „Kasernen“, der Exposition des Lebens der Soldaten im 18. Jahrhundert, können Sie ihre Wohnungen vom Fast-Schlosssalon des Kommandanten der Festung über die Wohnungen der Offiziere bis in das einfache Schlafzimmer der Mannschaft durchqueren. Sie können die Wache, den Stab und die Küche besichtigen. Sie können aber nicht nur einen Blick darauf werfen. Sie können sich auf die Wachbank setzen oder sich auf den Strohsack im Schlafzimmer der Mannschaft dehnen. Wenn Sie zum Militärhof kommen, können Sie unter anderem Schafe, Ziegen und Schwein Prinzessin streicheln. Ein wenig exotische Entfernungen bietet auch das Museum La Grace an, wo Sie in das wahre Unterdeck eines Segelbootes gelangen, das im 18. Jahrhundert das Meer durchquert.

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